Schlichtungsvorschlag für Maler und Lackierer bringt Lohnplus


Von:  Bundesverband - Mathias Bucksteeg / 11.10.2018 / 13:12 / 4 Tag(e)


Frankfurt am Main / Bonn, 11. Oktober 2018


Die Schlichtung in den Lohntarifverhandlungen für das deutsche Maler- und Lackiererhandwerk endete am Mittwoch, 10. Oktober in Bonn mit einem Einigungsvorschlag. Beide Tarifparteien, der Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz und die Industriegewerkschaft BAU, schlagen der Branche eine Erhöhung der Ecklöhne ab dem 01. Oktober 2018 um 2,6 Prozent vor. Nach zwölf Monaten, am 01. Oktober 2019, sollen die Löhne in einer zweiten Stufe um weitere 3,3 Prozent angehoben werden, dann für 13 Monate. Der Tarifvertrag hat damit eine Laufzeit von 25 Monaten und endet am 31. Oktober 2020.

Die lange Laufzeit und damit eine erhöhte Planungssicherheit war eine zentrale Forderung der Arbeitgeber. Die IG BAU hatte eingangs 6 Prozent für nur ein Jahr gefordert. Eine rückwirkende Einmalzahlung für die sechs Verhandlungsmonate seit Kündigung der Tarifverträge Anfang April, ist ebenfalls vom Tisch.

„Wir sind mit diesem Abschluss an die Grenzen des wirtschaftlich Machbaren gegangen“, betonte Markus Heineke, Verhandlungsführer der Arbeitgeber. Heineke weiter: „Unsere Beschäftigten bekommen ein deutliches Lohn-Plus. Das ist auch ein starkes Signal in den Arbeitsmarkt: Es lohnt sich, als Maler und Lackierer zu arbeiten!“

Eine Einigung gibt es auch beim Weihnachtsgeld, das in den kommenden Jahren deutlich steigen soll. Bis 2021 soll die sogenannte Jahressondervergütung in Ost und West angeglichen sein. Der entsprechende Teil der Tarifverträge hat damit eine Laufzeit von vier Jahren und endet erst im April 2022. Markus Heineke: „Die Erhöhung des Weihnachtsgeldes zeigt unseren Beschäftigten, dass sie teilhaben an der guten Konjunktur.“

Als Erfolg wertet der Bundesverband auch die Vermeidung einer hohen Einmalzahlung. Sie hätte für die Betriebe zum Jahresende eine unverhältnismäßige Belastung dargestellt. „Rückwirkende Einmalzahlungen sind den Betrieben nicht vermittelbar“, so Markus Heineke. Der lange Verhandlungszeitraum wurde vor allem durch die hinhaltende Verhandlungstaktik der Gewerkschaften verursacht, die die Verhandlungen immer wieder für gescheitert erklärt und verzögert hatte.

Vor der letzten Schlichtungsrunde hatte die Gewerkschaft die Anrufung eines neutralen Schlichters gefordert. Die Arbeitgeberseite hatte das abgelehnt.

Der Schlichtungsvorschlag muss jetzt durch die Landesinnungsverbände der Maler und Lackierer bestätigt werden. Die sogenannte Erklärungsfrist endet am 19. Oktober 2018. Anschließend können die Tarifverträge unterzeichnet werden.


Alter: 4 Tag(e)
Willkommen beim Maler- und Lackierer-Portal!
×

Diese Webseite verwendet Cookies. Weitere Informationen erhalten Sie in unsererDatenschutzerklärungOK